Lernlandschaft
Das Klassenzimmer wird umgebaut: keine Reihen zur Tafel, sondern Einzelarbeitsplätze, oft mit Blick zur Wand, dazu Tische für Partner- und Gruppenarbeit. Die Kinder wählen ihren Platz selbst und arbeiten dort konzentriert.
Kurzer Input im Kreis, danach arbeiten alle auf ihrem Niveau in der Lernlandschaft. Hier steht, was hinter dem Churer Modell steckt – und wie classdesk die Stunde am Beamer zusammenhält.
Das Churer Modell stammt aus dem Kanton Graubünden in der Schweiz und wurde vom Schulinspektor Reto Thöny in Chur entwickelt. Es ist eine Form, Unterricht in heterogenen Klassen zu organisieren: weniger Frontalunterricht, mehr Lernen nach Wahl – mit einer klaren Struktur, auf die sich jedes Kind verlassen kann.
Das Klassenzimmer wird umgebaut: keine Reihen zur Tafel, sondern Einzelarbeitsplätze, oft mit Blick zur Wand, dazu Tische für Partner- und Gruppenarbeit. Die Kinder wählen ihren Platz selbst und arbeiten dort konzentriert.
Die Stunde beginnt im Kreis. Die Lehrkraft führt in wenigen Minuten ins Thema ein und erklärt die Lernangebote. Weitere Inputs folgen während der Stunde für die, die sie brauchen oder wollen – zu einer festen Uhrzeit, in der Kleingruppe.
Die Aufgaben gibt es auf drei Niveaus: grundlegend, erweitert und vertieft. Manche sind Pflicht, andere Wahl. So findet jedes Kind etwas, das es fordert, ohne es zu überfordern.
Die Kinder entscheiden selbst über Reihenfolge, Platz und teils auch das Niveau. Hilfe holen sie sich, wenn sie sie brauchen, und am Ende denken sie darüber nach, was gut lief und was schwer war.
Der klassische Ablauf – die classdesk-Vorlage „Churer Ablauf“ legt genau diese Phasen für dich an.
Ankommen, kurzer Input, Lernangebote erklären.
Die Kinder arbeiten an ihren Aufgaben, gehen zu weiteren Inputs, holen sich Hilfe.
Was habe ich geschafft? Wo hing ich fest?
Die Klassendienste bringen alles wieder an seinen Platz.
In der Lernlandschaft steht die Lehrkraft nicht mehr vorne – also muss es der Bildschirm tun. classdesk zeigt die aktuelle Phase, die Inputs mit freien Plätzen und wer gerade auf Hilfe wartet. Die Kinder tragen sich am Klassen-Tablet selbst ein.
Ein Klick legt den ganzen Bildschirm an: Phasen, Timer, Ampel, Arbeitssymbole, Inputs, Lernaufgaben, Reflexion und Klassendienste. „Nächste Phase“ schaltet alles auf einmal um.
Deine Inputs mit Uhrzeit, Thema, Niveau und freien Plätzen. Die Kinder tragen sich mit ihrem Vornamen ein; eine Hilfe-Warteschlange ersetzt das Melden.
Aufgaben mit ★, ★★ oder ★★★, als Pflicht oder Wahl, mit QR-Code zum Material.
Der Gruppen-Baustein teilt die Klasse nach gleichem Niveau ein – etwa für einen gemeinsamen Input – oder mischt die Niveaus für die Zusammenarbeit.
Ein Lernpaket für jedes Kind mit Lesetext, Audio, Video, Quiz und Übungen – die Aufgaben genau auf seinem Niveau, ohne Konto für das Kind.
Am Ende tippen die Kinder, wie es lief. Die Antworten landen im Lernjournal und zeigen dir, wo du beim nächsten Mal ansetzt.
Teste classdesk ohne Konto oder leg dir eines an und starte mit der Vorlage „Churer Ablauf“.
classdesk ist ein unabhängiges Werkzeug aus Augsburg und steht in keiner Verbindung zu den Entwicklern des Churer Modells oder zum Kanton Graubünden.